Finale um den Volksbank-Springpokal

Zehntelsekunden entscheiden Hochspannung beim Springpokal

RV Lippborg-Unterberg siegt vor dem RFV Milte-Sassenberg

Aus Westfälische Nachrichten:

Na das war doch noch mal spannend: Bei seinem Heimturnier ließ sich der RV Lippborg-Unterberg Platz eins in der Gesamtwertung des Volksbank-Springpokals nicht mehr nehmen, musste aber doch noch zittern. Mit 128 Punkten standen sie dann aber auch am Ende ganz oben, gefolgt vom RFV Milte-Sassenberg mit 122 Punkte und dem RFV Ostbevern mit 112 Punkten.

Von René Penno

Spannender konnte dieses Finale kaum sein. Für die Gastgeber lief es ausgerechnet auf der heimischen Anlage nicht ganz rund, dennoch sicherten sich sich Platz drei in der Tageswertung. Was den Gesamtsieg anging, konnten ihnen nur noch Milte-Sassenberg einen Strich durch die Rechnung machen. „Das war ein echter Krimi“, meinte Tobias Kalthoff vom RV Lippborg-Unterberg.

Zwischendurch mochte er kaum hinschauen, schon gar nicht, als ein Stechen um den Tagessieg zwischen dem RZFV Ennigerloh-Neubeckum und dem RFV Milte-Sassenberg entscheiden musste. Und Milte-Sassenberg – vor einem Jahr im Finale von Platz eins auf sechs abgerutscht – musste gewinnen, um auch in der Gesamtabrechnung ganz oben zu stehen.

Die Hoffnungen ruhten auf Natalie Freye und Camillo, Ennigerloh-Neubeckum hatte Markus Bremer mit Quinta la belle für das Stechen auserkoren. Ein Reiter, der vor zwei Jahren noch in Lippborg-Unterberg aktiv war, und dem nun besonders die Gastgeber die Daumen drückten. 36,28 Sekunden legte er vor; als Natalie Freye das letzte Hindernis überwunden hatte, jubelte die Ecke mit Anhängern von Milte-Sassenberg – ein Tick zu früh. Für Freye und Camillo blieb die Uhr bei 36,39 Sekunden stehen.

Elf Zehntelsekunden entschieden den Springpokal – für Lippborg-Unterberg, Milte-Sassenberg wurde Zweiter und verdrängte damit den RFV Ostbevern auf den dritten Platz. Für Ostbevern lief es auf dem schweren Boden und im anspruchsvoll aufgebauten Parcours nicht perfekt. Kristina Hollmann und Bon Jovy waren das einzige Paar, das fehlerfrei blieb. Das bedeutete Rang fünf in der Tageswertung hinter dem RV Geisterholz.

Der RZFV Ennigerloh-Neubeckum, im März Sieger des Auftaktspringens in Geisterholz, verbesserte sich mit insgesamt 106 Punkten auf den vierten Gesamtrang vor den Mannschaften aus Sendenhorst und Geisterholz, die sich mit je 90 Punkten Platz fünf teilen.

Dahinter reihen sich die Mannschaften aus Rinkerode (88), Vornholz (80), Albersloh (62), Oelde (56), Füchtorf (40), Titelverteidiger Westbevern (24) und Warendorf (20) ein.

Einen Wechsel gab es in der Einzelwertung: Mit ihrem dritten Platz in Beckum hinter Ursula Frölich (Lippborg-Unterberg) und Kim Alina Kuhlmann (Sendenhorst) übernahm Natalie Freye die Spitze von Lina Thülig, die im Finale nicht punkten konnte. Reinhard Knappheide (RFV Ostbevern) wurde Gesamtdritter.

Die Siegesfeier findet im Januar 2016 in Warendorf-Freckenhorst statt.

Finale um den Volksbank-Springpokal, Vereinigte Volksbank Münster eG
Den ersten Platz in der Einzelwertung übernahm Natalie Freye (M./RFV Milte-Sassenberg) erst im Finale von Lina Thülig (RV Lippborg-Unterberg), die schlussendlich Zweite wurde. Platz drei ging an Reinhard Knappheide (RFV Ostbevern). Foto: Penno

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