Vereinigte Volksbank Münster - Wachstum und gute Ergebnisse in 2016

Erfolgsfaktoren bleiben Genossenschaftliche Beratung und Kundennähe

Kundengeschäftsvolumen und Bilanzsumme - Vereinigte Volksbank Münster eG
  • Kundengeschäftsvolumen 5,3 Mrd. € und Bilanzsumme 2,2 Mrd. € auf Rekordniveau
  • Wachstum im Kreditgeschäft 5,3 % auf 1,6 Mrd. € / Einlagen um 4,7 % auf 1,7 Mrd. €
  • Vermögensberatung legt deutlich zu, Wertpapiervolumen steigt erstmalig um 8,2 %
  • Zinsergebnis mit 44,5 Mio. € weiter rückläufig
  • Provisionsergebnis auf 20,1 Mio. € gestiegen
  • Rückgang des Verwaltungsaufwandes auf 49,2 Mio. €
  • Betriebsergebnis -nach Bewertung- von 24,1 Mio. € durch Sonderfaktoren geprägt  Attraktive Dividende von 4 % geplant
  • Gesamtkapitalquote von 16,25 % erfüllt schon jetzt künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen
  • Volksbank.digital im November gestartet – Investitionen im Filialnetz ausgebaut
  • Die Herausforderungen im Markt und Wettbewerb werden im Jahr 2017 nicht abnehmen


Trotz eines unverändert herausfordernden Marktumfelds und Wettbewerbs konnte die Vereinigte Volksbank Münster auch im Geschäftsjahr 2016 ihre Ziele und ein zufriedenstellendes  Geschäftsergebnis erreichen. Das belegen die Zahlen, die der Vorstand der Vereinigte Volksbank Münster im Rahmen eines Bilanzpressegesprächs präsentierte. "Wir können erneut feststellen, dass unser Geschäftsmodell und die genossenschaftliche Beratung die Grundlagen für unser solides Wachstum und für unsere guten Ergebnisse im Kundengeschäft sind“, so Vorstandssprecher Gerhard Bröcker bei der Erläuterung der Bilanzzahlen. „Besonders stolz sind wir darauf, dass die Genossenschaftliche Idee, Grundlage auch unserer Geschäftsphilosophie, im November 2016 durch die UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe gewürdigt wurde und dadurch weiter an Strahlkraft gewinnen wird“, so Bröcker weiter.

Kundengeschäftsvolumen 5,3 Mrd. € und Bilanzsumme 2,2 Mrd. € auf Rekordniveau

Das betreute Kundengeschäftsvolumen wuchs um  5,3 % auf 5,2 Mrd. € (Vj. 4,9 Mrd. €), die Bilanzsumme um 7,8% auf 2,195 Mrd. € (Vj. 2,035 Mrd. €). Der Erfolgsfaktor unseres kundengeschäftsorientierten Geschäftsmodells wurde wieder bestätigt. „Unsere genossenschaftliche Beratung, verbunden mit  Kundennähe, führt zu den erfreulichen Wachstumszahlen, die wir trotz eines anspruchsvollen Wettbewerbsumfelds mit unseren rund 121.000 Kunden, davon rund 60.000 Mitglieder erzielt haben“, so Bröcker weiter.

Wachstum im Kreditgeschäft um 5,3 % auf 1,6 Mrd. € / Einlagen um 4,7 % auf 1,7 Mrd.

Das Kundenkreditgeschäft konnte, vor allem aufgrund des erneut gewachsenen Mittelstands- und Immobilienfinanzierungsgeschäftes mit Projektentwicklern, um 5,3 % auf 1,569 Mrd. € (Vj. 1,489 Mrd. €) insbesondere mit neuen Kunden ausgebaut werden. Insgesamt wurden im Privat- und Firmenkundengeschäft 3.927 neue Kredite für private und gewerbliche Investitionen mit einem Volumen von über 330  Mio. € der heimischen Wirtschaft trotz der anhaltenden Investitionszurückhaltung zur Verfügung gestellt.
 
“Wir sind damit auch in 2016 ein verlässlicher Partner für unsere Firmen- und Immobilienkunden bei der Umsetzung ihrer Projekte und Investitionen gewesen. Der Erfolg beruht auch auf unseren optimierten Beratungskonzepten „Unternehmerdialog“ und „Mehrwertanalyse“, mit denen wir auf alle Finanzierungs- und Anlagethemen eines Unternehmers passende Lösungen erarbeiten können,“ so Thomas Jakoby, für das Firmenkundengeschäft verantwortlicher Vorstand.

Einen deutlichen Anteil am Finanzierungsvolumen steuerte die Vergabe von immerhin 55 Mio. öffentlichen Förderkrediten bei. Das um 9,2 % erhöhte Fördervolumen konnte insbesondere für mittelständische Investitionsvorhaben, für Wohnungsbauprojekte und für Investitionen im Bereich Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Das Baufinanzierungsgeschäft mit Privatkunden hat -wie auch bei anderen Banken und Sparkassen- mit der Einführung und Umsetzung der Wohnimmobilienkredit-Richtlinie der EU deutlich gelitten. Die Wachstumsquoten gingen deshalb erstmalig zurück. 1.385 Finanzierungen mit einem Volumen von Euro 202 Mio. stellte die Bank privaten Bauherren aus eigenen Mitteln bzw. vermittelten Darlehen zur Verfügung. „Wir knüpfen damit an ein ohnehin schon gutes Ergebnis von 2014 (Ausnahmejahr 2015) an und haben damit das zweitbeste Baufinanzierungsergebnis in der Geschichte der Bank geschrieben.“ so Jakoby.

Die Volksbank wird als zuverlässiger Partner weiterhin sehr geschätzt. Die Institutssicherung der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe schützt Einlagen von Kunden in unbegrenzter Höhe, so dass trotz des weiter anhaltenden Nullzins- bzw. Negativzinsniveaus die Kundeneinlagen um 4,7% auf 1,659 Mrd. € (Vj. 1,585 Mrd. €) wachsen konnten. Auch unser Haus musste im Verlauf des Jahres institutionelle und gewerbliche Einleger zwangsläufig an den Kosten der Negativzinspolitik der EZB, die sich für uns mittlerweile auf einen mittleren 6stelligen Betrag addieren, beteiligen“, so Bröcker.

Vermögensberatung legt deutlich zu, Wertpapiervolumen steigt um 8,2 %

Die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik wirken zunehmend auch auf das Anlageverhalten der Kunden. Bei klassischen Anlagemöglichkeiten, wie z.B. dem Sparbuch, sind keine Zinsen mehr zu erzielen. Kunden, bei denen entsprechende Voraussetzungen vorliegen, investieren deshalb stärker in Wertpapieren. Dadurch setzte sich im  Wertpapiergeschäft der positive Trend der letzten Jahre fort. Das betreute Wertpapiervolumen erhöhte sich um 8,2 % auf Euro 829,5 Mio.

„Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserem in den letzten Jahren auf- und ausgebauten Geschäftsfeld Private Banking wieder. Insgesamt werden mehr als 4.000 Privatkunden und Unternehmer in allen Fragen des Vermögensmanagements, von der Finanz- und Vorsorgeplanung über die Generationen- und Stiftungsberatung bis hin zum Immobilienmanagement betreut. In der vor zwei Jahren gegründeten Vermögensverwaltung konnten sowohl die Anzahl der Mandate als auch das betreute Volumen in der Vermögensverwaltung überdurchschnittlich gesteigert werden. Wir konnten hier auch den Bereich Portfoliomanagement personell und konzeptionell weiter entwickeln. Die kompetente Beratung unsere ausgewiesenen Spezialisten konnte unsere vermögenden Kunden von unserer Kompetenz und Erfahrung überzeugen“, so der für dieses Geschäftsfeld zuständige Vorstand, Thomas Jakoby.

Das Wachstum im Kundengeschäft schlug sich auch in einem insgesamt ordentlichen und soliden Ergebnis nieder.

Zinsergebnis mit 44,5 Mio. € weiter rückläufig
Das andauernde Niedrigzinsumfeld erhöht den Druck auf die Zinsspanne der Banken und Sparkassen und hinterlässt auch im Zinsergebnis, das mit 44,5 Mio. € (Vj. 44,8 Mio. €) leicht um 0,7% rückläufig war, entsprechende Spuren. Die Negativzinsen, die für Liquiditätsanlagen am Markt bzw. bei der Zentralbank in Rechnung gestellt werden, tragen somit auch zum rückläufigen Ergebnis bei.

Provisionsergebnis auf 20,1 Mio. € gestiegen

Im Zuge eines konsequenten Ausbaus der Genossenschaftlichen Beratung und eines deutlichen Ausbaus der Vermögensverwaltungsaktivitäten konnte das Provisionsergebnis nochmals auf hohem Niveau um 1,9% auf 20,1 Mio. € (Vj. 19,8 Mio. €) gesteigert werden. Die hinsichtlich der Dienstleistungspalette überarbeiteten Kontoführungsmodelle für Firmen- und Privatkunden haben zusätzlich stabilisierend gewirkt.

Rückgang des Verwaltungsaufwandes auf 49,2 Mio. €

Die Volksbank hat ihre Kostenstrukturen systematisch überprüft und ein dauerhaftes Prozess- und Kostenmanagement eingeführt. Die ersten Ergebnisse wirken schon auf einen leicht reduzierten Verwaltungssaufwand, der um 1,4% auf 49,2 Mio. € (Vj. 49,9 Mio. €) abnahm.

Betriebsergebnis -nach Bewertung- von 24,1 Mio. € durch Sonderfaktoren geprägt - Attraktive Dividende von 4 % geplant

Das Betriebsergebnis nach Bewertung und Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von 24,1 Mio. € (Vj. 14,4 Mio. €) ist geprägt durch den Einbringungsgewinn aus der Fusion der WGZ mit der DZ Bank. Die Bank wird der Vertreterversammlung im Juni eine Dividendenausschüttung von 4% (Vorjahr 5%) an ihre Mitglieder vorschlagen. Im Umfeld der aktuellen Niedrigzinsphase (die 10 jährige Bundesanleihe oszilliert z.Zt. bei 0,42 %) ist die Dividende immer noch sehr attraktiv. „Wir wollen damit einerseits dem Ergebnisrückgang Rechnung tragen und andererseits unser Eigenkapital weiter stärken, um auch für künftige Entwicklungen und Investitionen gerüstet zu sein“, so Gerhard Bröcker.


Gesamtkapitalquote von 16,25 % erfüllt schon jetzt künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen

Die Volksbank hat in den letzten 3 Jahren (seit Fusion) insgesamt 31, 6 Mio. neues Eigenkapital durch Bildung weiterer Rücklagen geschaffen. Das Gesamt-Eigenkapital erhöht sich -nach den entsprechenden Beschlüssen der Vertreterversammlung- auf Euro 245,7 Mio. €, die dann für das Jahr 2017 ausgewiesen werden können. Im Hinblick auf die regulatorischen Anforderungen erfüllen wir heute schon -obwohl einige Eigenkapitalbestandteile in Höhe von immerhin 14,5 Mio. € nicht mehr angerechnet werden- die ab 2019 geforderte Kernkapitalquote. Aufgrund der weiter steigenden gesetzlichen Kapitalanforderungen steht die nachhaltige Substanzbildung weiter im Vordergrund.

Volksbank.digital im November gestartet – Investitionen im Filialnetz ausgebaut

„Hinsichtlich der Weiterentwicklung unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells in die digitale Welt, in der ein sich änderndes Kundenverhalten große Auswirkungen auf allen Ebene des Bankbetriebs nach sich ziehen, bin ich optimistisch“, so Friedhelm Beuse. Wir sind hervorragend im Markt positioniert und verfügen mit 60.000 Mitgliedern und 121.000 Kunden über eine breite Kundenakzeptanz. Wir haben die letzten Jahre sehr solide gewirtschaftet und sind daher auch aktuell in der Lage, die großen Herausforderungen zu meistern. Der Ausbau der digitalen Kanäle steht schon eine Weile auf unserer Agenda. Dabei geht es insbesondere um eine noch engere Verzahnung aller Vertriebskanäle im Sinne eines Omnikanal-Modells, bei dem letztendlich der Kunde über alle Produkte und Services hinweg entscheidet, auf welchem Wege er Kontakt zu seiner Bank aufnehmen will.

„Eines kann ich unseren Kunden aber trotz Digitalisierung und Vertriebskanaloptimierung versprechen: Der persönliche Kontakt und eine qualitativ hochwertige Beratung bleiben nach wie vor die wesentlichen Elemente unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells. In diesem Zusammenhang steht auch ein umfangreiches Investitionsprogramm in unser Filialnetz. Das Kompentenz-Center in Hiltrup wird im Mai 2017 nach einer umfangreichen Modernisierung fertig, dort haben wir rund 2,5 Mio. € investiert.“ so Friedhelm Beuse, für die Filialen und die technischen Vertriebswege zuständiges Vorstandsmitglied.

Die im November gestartete neue Filiale „Volksbank.digital“ macht persönliche Bankberatung einfach und zukunftsfähig. Nicht in die Filiale kommen und trotzdem umfangreich persönlich beraten werden, ist kein Problem, denn die „Volksbank.digital“ ist dort, wo unser Kunde/Mitglied ist! Mit Videoberatung, Chat und Online-Terminkalender eröffnen sich neue Möglichkeiten für die persönliche Beratung.

Erfolgreich ausgebaut hat die Bank die modernen technisch basierten Zugangswege. Online-Banking, inzwischen von 2/3 der Kunden genutzt, bietet rund um die Uhr Funktionen wie Übersicht über die eigenen Finanzen und alle Verträge mit den Unternehmen der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, die Durchführung von Überweisungen und die Einrichtung und Änderung von Daueraufträgen. Banking Apps ermöglichen im Wesentlichen die gleichen Funktionen mobil überall auf der Welt.  Das ausgebaute Kundenservice-Center  können die Kunden montags bis freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr telefonisch erreichen, um ihre Wünsche direkt erledigen zu lassen.

Die Herausforderungen im Markt und Wettbewerb werden im Jahr 2017 nicht abnehmen.

Das Marktumfeld und der Wettbewerb bleiben auch 2017 weiter sehr herausfordernd. Gleichzeitig bedrohen politische Unwägbarkeiten den Zusammenhalt der Europäischen Union wie der Eurozone. „Wir müssen uns den extremen Belastungen stellen, die aus dem Zusammenspiel von Niedrigzinsen, notwendigen Investitionen in die Digitalisierung und hohen Regulierungsbelastungen resultieren.“ so Gerhard Bröcker. „Die umfangreichen Anforderungen aus der Bankenregulierung stellen gerade Volksbanken in unserer Größe vor enorme Herausforderungen. Die Regulierungsbürokratie ist in Summe und auch in vielen Einzelvorschriften unverhältnismäßig. Dabei leistet sie in dieser Detailtiefe auch keinen Beitrag zu mehr Finanzstabilität. Es ist uns daher wichtig, dies der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und den europäischen Regulierungsbehörden immer wieder zu verdeutlichen. Dies gilt selbstverständlich auch für unsere nationalen Institutionen, mit denen wir über notwendige Freiräume für unser mittelständisches Bankgeschäft intensiv diskutieren. Für das Jahr 2017 geht der Vorstand von einer weiterhin stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und in Deutschland aus. Die notwendige Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen sorgen auch weiterhin für  Veränderungs- und Restrukturierungsdruck. Mit unserer Rahmenplanung bis 2021 haben wir uns bereits darauf eingestellt und die ersten Maßnahmen nach Plan umgesetzt. Von daher sehen wir konzentriert, aber auch gelassen ohne nachlässig zu sein, auf das vor uns liegende Jahr.“, so Vorstandssprecher Gerd Bröcker weiter.

Pressekontakt

Hermann-Josef Mergen, Vereinigte Volksbank Münster eG
Bernd Pohlkamp, Vereinigte Volksbank Münster eG