Ein "Halber" steht nicht zur Debatte

Volksbank-Münster-Marathon: Kurze Strecken als Zugabe / Läuferinnen im Vormarsch / Sicherheit wird zum Thema

Von Jürgen Beckgerd

Aus Westfälische Nachrichten:

Der Volksbank-Münster-Marathon liegt nicht mal mehr ein halbes Jahr entfernt. Chef-Organisator Michael Brinkmann gibt einen Überblick über den Stand der Dinge. Die halbe Strecke ist auch in diesem Jahr (und ebenso in Zukunft) nicht vorgesehen.

Volksbank-Münster-Marathon
Der Volksbank-Münster-Marathon läuft wieder: Am 10. September steigt er zum 16. Mal. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster. 129 Tage sind es noch bis zum 16. Volksbank-Münster-Marathon am 10. September. Gut vier Monate also noch, um sich auf die 42,195 Kilometer lange Strecke vorzubereiten. Michael Brinkmann, von Beginn an Münsters „Marathon-Mann“, bei dem sämtliche organisatorischen Fäden zusammenlaufen, schildert den Stand der Dinge.

  • In welchem Stadium befinden sich die Läufer zurzeit? „Zweigipfelige Periodisierung“, so heißt es im Experten-Jargon. Soll heißen: Viele haben sich ihren Frühjahrsmarathon oder einen Halbmarathon bereits ausgesucht oder schon hinters sich gebracht. „Wer im Frühjahr läuft, nimmt die Euphorie zumeist mit in den Herbst“, sagt Brinkmann, der im September wieder rund 8000 Teilnehmer auf allen Strecken erwartet.
  • Welche Strecken stehen in Münster zur Wahl? Die „Helden“ bleiben die, die über 42,195 Kilometer an den Start gehen. Darüber hinaus gibt es die Staffel (vier Läufer teilen sich die Strecke – lange ausgebucht), den Charity-Lauf zugunsten der Kinderkrebshilfe über 6,2 Kilometer sowie auch erstmals den „Agravis-Gesundheitslauf“ über 6,2 Kilometer und den „Stadtwerke-Kids-Marathon“ (mit 300 Kindern bereits ausgebucht). Ein Halbmarathon stehe nach wie vor nicht zur Debatte und damit auch nicht im Angebot, betont Brinkmann.
  • Marathon – eine Männerdomäne? Ja, aber: In Münster wuchs die Anzahl der Teilnehmerinnen von 15 (2003) auf rund 21 Prozent (2016). Die Damen waren zuletzt durchschnittlich 38,3 und Läufer im Schnitt 41,9 Jahre alt.
  •  „Zieht“ das „Münster-Konzept“, also der Mix aus Stadt- und Landschaftslauf mit Kleinkunst-Ambiente? Bei einer Umfrage des Marathon e.V. (Scoring-Koeffizienten 3 = sehr wichtig 2 = weniger wichtig, 1 = spielt keine Rolle) nannten die befragten Läufer: Stimmung (2,68), Attraktivität der Streckenführung (2,67), Anreiseaufwand (2,54), Startgeld (2,42) und Ruf der Veranstaltung (2,21).
  • Ist die Stagnation (es gibt rund 200 Marathon-Läufe in Deutschland) der Teilnehmerzahlen überwunden? Brinkmann erkennt eine „leichte Tendenz nach oben“. Vor zwei Jahren rutschte die Zahl der Finisher erstmals unter die 2000er-Marke, 2016 erreichten 2006 das Ziel.
  • Welche Marketing-Strategien gibt es? Münster-Marathon arbeitet erstmals mit sechs niederländischen Veranstaltern zusammen: Utrecht, Terschelling, Leiden, Amersfoort, Zeeland und Sneek. Motto: Wer dort läuft, zahlt hier weniger Startgeld.
  • Bleibt es bei der Streckenführung Schlossplatz, Altstadt, Gievenbeck, Nienberge, Roxel, Prinzipalmarkt? „Irgendwann werden wir auch eine neue Streckenführung angehen“, sagt Brinkmann. Wann genau dieser Plan realisiert wird, ließ er offen.
  • Können sich die Zuschauer wieder auf Top-Sport freuen? „Wir stehen in regem Austausch mit uns seit Jahren bekannten Managern und Agenturen. Die Elite-Läufer werden persönlich eingeladen, und wir halten Kontakt zu den jeweiligen Botschaften der Länder“, schildert Brinkmann. Antrittsgelder werden nicht bezahlt. Mit Boni und Prämien für den Streckenrekord (3000 Euro) könnten die Top-Läufer auf ihre Kosten kommen. Der Sieger erhält zudem 3000, der Zweite 2000 und der Dritte 800 Euro. Es gibt eine Sonderwertung für deutsche Läufer (2000, 1000, 500 Euro).
  • Gibt es Doping-Kontrollen? Zurzeit noch nicht. Kontrollen sind den Veranstaltern noch freigestellt.
  • Ist das Thema Sicherheit eines? „Ja,“ sagt Brinkmann. Er ergänzt: „Wir stehen in engem Kontakt mit der Polizei auch in Hinblick auf Lkw-Blockaden.“

 

Erste Preisstufe endet

Am 15. Mai endet die erste Preisstufe, in der Anmeldungen zum 16. Volksbank-Münster-Marathon für 50 Euro möglich sind. Danach erhöht sich das Startgeld auf 60 Euro, ab dem 1. August beträgt der Organisationsbeitrag dann 70 Euro. Das nächste Seminar zum Thema „Low carb oder low fat? Ernährungsstrategien für Gesundheit, Training und Wettkampf“ am 8. Mai ist bereits jetzt ausgebucht.

Für die Seminare am 12. Juni im Konferenzraum der Westfälische Nachrichten, An der Hansalinie 1, zu dem Thema „Wenn das Laufen auf den Magen schlägt – Magen- und Darmbeschwerden des Laufsportlers“ und am 10. Juli („Schadet Laufsport den Gelenken und darf man mit Arthrose Laufen?“) sind Anmeldungen weiterhin möglich. Für den Agravis-Gesundheitslauf über 6,2 Kilometer ist das Anmeldeportal seit Mittwoch freigeschaltet.

www.volksbank-muenster-marathon.de

Pressekontakt

Bernd Pohlkamp, Vereinigte Volksbank Münster eG
Jens Vahlbruch, Vereinigte Volksbank Münster eG