Volksbank stellt erfolgreich die Weichen für die Zukunft

Münster, den 12.06.2018

Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank Münster:
Vorstand berichtet über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 und blickt trotz bestehender Herausforderungen mit Optimismus in die Zukunft
Uwe Fröhlich, designierter DZ-Bank-Co-Vorstandsvorsitzender, ehrt die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Eiling, Münstermann und Pumpe.

  • Bilanzsumme steigt um 7,0 Prozent auf 2,35 Milliarden
  • 3,4 Prozent mehr Kundenkredite
  • Betreutes Kundenvermögen um 6,5 Prozent erhöht
  • Ergebnis wächst um mehr als ein Drittel
  • Eigenkapitalbasis gestärkt
  • Erneut attraktive Dividende für Mitglieder
  • Hermann Eiling, Bernd Münstermann und Konrad Pumpe aus dem Aufsichtsrat verabschiedet
  • Cornelia Hesse, Peter Smania und Thomas Zumnorde verstärken den Aufsichtsrat
  • Wilfried Averbeck, Claudia Mersmann, Harald Schnitker und Elisabeth Schwering im Aufsichtsrat bestätigt

Münster. Die Vereinigte Volksbank Münster begegnet den Herausforderungen eines zunehmend schnelleren gesellschaftlichen Wandels und den langfristigen Entwicklungen am Bankenmarkt wie Niedrigzins, Wettbewerbsdruck, Regulierung und Digitalisierung. Auf der Vertreterversammlung 2018 nimmt das Institut seine Mitgliedervertreter mit auf den Weg, die Zukunft zu gestalten.

Die Bank setzt dabei auf aktives Gestalten ihrer Zukunft durch den Ausbau persönlicher Kontakte und digitaler Technik. Durch eine stärkere Verzahnung analoger Finanzdienstleistungen mit der digitalen Welt will das Institut seinen Mitgliedern und Kunden die technisch unterstützte, freie Wahl der Kommunikations-, Beratungs-, Informations- und Zugangswege zur Bank anbieten.

Dazu hat die Volksbank im vergangenen Jahr rund 700.000 Euro in den Weiterentwicklung seines Kunden-Dialog-Centers investiert und dieses zu einer „digitalen Filiale“ ausgebaut. Das erweiterte Angebot umfasst jetzt auch die mediale Beratung per Video- und Chatfunktion zu allen Beratungsthemen – je nach Kundenbedarf. Gleichzeitig bleibt die Bank mit einem umfangreichen Angebot an Selbstbedienungsfunktionen und mit der Bargeldversorgung über Geldausgabeautomaten an mehr als 30 Standorten im Geschäftsgebiet kundennah präsent.

Zahlenwerk weist für 2017 erneut ein gutes Ergebnis aus

Wie bereits in den Vorjahren präsentierte Vorstandssprecher Gerhard Bröcker den über 300 Vertretern und Gästen am 12. Juni im Mövenpick Hotel Münster eine sehr zufriedenstellende Wachstumsbilanz für das Geschäftsjahr 2017.

„Im Jahr des zweihundertsten Geburtstags von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist unser Geschäftsmodell als genossenschaftliche Regionalbank so aktuell wie eh und je“, blickte Bröcker zufrieden auf das Ergebnis des vergangenen Jahres zurück. „Der wirtschaftliche Erfolg, den wir trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im letzten Jahr erreicht haben, ist Ausdruck der besonderen Verbundenheit unserer Bank mit dem Mittelstand und den Menschen in unserer Region“, so Bröcker.

Mit einer Bilanzsumme von 2,35 Milliarden Euro und einem Kundengeschäftsvolumen von über 5,5 Milliarden Euro sei die Volksbank weiter auf gutem Kurs, zeigte Bröcker dem Mitgliederparlament im Mövenpick Hotel die aktuelle Entwicklung auf. Das Kreditgeschäft habe um 3,4 Prozent zugelegt, Investitionen von fast 2,5 Milliarden Euro habe das Institut finanziert. Das Neugeschäftsvolumen von rund 500 Millionen Euro sei bemerkenswert: „Hier leisten unsere Berater hervorragende Arbeit für unsere 119.000 Kunden, von denen 63.000 auch unsere Mitglieder sind.“

Das bei der Volksbank angelegte Vermögen der Kunden legte ebenfalls zu, und zwar um 6,5 Prozent auf jetzt 3,05 Milliarden Euro. „Wir freuen uns zudem über starke Zuwächse bei den Mandaten in der Vermögensverwaltung“, sagte Bröcker: „Auch beim Wertpapiervolumen sehen wir ein deutliches Plus. Die Wertsteigerung in den Depots unserer Mitglieder und Kunden liegt bei über elf Prozent.“

Das Zinsergebnis ist trotz Ausbau der Geschäfte mit 43,4 Millionen Euro weiter rückläufig (minus 2,4 Prozent). Weil das Provisionsergebnis auf hohem Niveau noch einmal um 16,8 Prozent auf 23,5 Millionen Euro zulegte und der Verwaltungsaufwand auf 48,3 Millionen Euro reduziert wurde, stimmt bei der Volksbank aber die Zahl unter dem Strich: Alles in allem stieg das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in 2017 um mehr als ein Drittel auf jetzt 15,8 Millionen Euro.

Auf dieser wirtschaftlich gesunden Basis beschloss die Vertreterversammlung dem Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Gewinnverwendung zu folgen und diskutierte intensiv die Entwicklung im Filialgeschäft der kommenden Jahre. Im Anschluss an die Vertreterversammlung wird also an die Mitglieder eine Dividende von vier Prozent auf die Mitgliederguthaben ausgeschüttet. Mit 3,2 Millionen Euro wurde das Eigenkapital dotiert.

„Wir haben unser bilanzielles Eigenkapital weiter gestärkt und unsere schon heute zukunftssichere Gesamtkapitalquote nochmals verbessert“, berichtete Bröcker: „Unsere Erfolgsfaktoren sind dabei klar definiert. Wir haben starke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und wir agieren engagiert in einer gesunden und vernünftig aufgestellten Genossenschaftlichen FinanzGruppe.“ Auf diese Weise lasse sich die Zukunft der Vereinigten Volksbank als Bank der Regionen weiter gestalten: „Zuerst als Kooperation mit unseren Nachbargenossenschaften und dann vielleicht als neue fusionierte Volksbank.“ Man werde dabei heute und morgen auf erfolgreiche Geschäftsstellen und auf digitale Innovationen setzen.

„Trotz dieses guten Ergebnisses ist der gesellschaftliche Wandel in vollem Gange und wir haben längst erkannt, dass das Banking von morgen deutlich anders aussehen wird, als das Banking von heute. Die anstehenden Veränderungen wollen wir gemeinsam nach dem Vorbild Raiffeisens mitgestalten und die damit verbundenen Herausforderungen mit unternehmerischer Entschlossenheit angehen“, so Bröcker.

Auch die Entwicklung des laufenden Jahres beurteilt der Vorstand positiv. Die Bank bewegt sich in einem stabilen Umfeld, was die wirtschaftlichen Rahmendaten im Hinblick auf Wachstum, Beschäftigung und Einkommensentwicklung angeht. „Unsere bisher erzielten Ergebnisse stellen uns zufrieden und stützen unsere Erwartung, dass wir die gesteckten Ziele erreichen“, so Bröcker.

Klarer Fahrplan als „Bank der Regionen“ für die nun anstehenden Projekte

Der Vorstandssprecher erläuterte anschließend den aktuellen Stand in der Kooperation mit Fusionsabsicht mit der VR-Bank Kreis Steinfurt eG und der Volksbank Greven eG. Die erste gemeinsame Aufgabe steht im Frühjahr 2019 an. Mit der Verschmelzung der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen im Jahr 2015 wird sukzessive in allen Volks- und Raiffeisenbanken ein einheitliches IT-System eingeführt. „Durch die Zunahme von digitalen Themen wie Cyberkriminalität, Sprachsteuerung, kognitive Systeme oder künstliche Intelligenz kommt der IT-Infrastruktur künftig eine noch zentralere Bedeutung in der Wertschöpfungskette unseres Hauses zu. Wir wollen daher gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern auf das neue System migrieren um die Zukunft einzuleiten und wichtige Themen als starke Einheit anzugehen“, so Bröcker.

Mit der geplanten Verschmelzung zur Volksbank Münsterland Nord eG und damit zu einer der großen Volksbanken Deutschlands schaffen die Häuser im Herzen des Münsterlandes mit etwa 1.100 Mitarbeitern und einem Kundengeschäftsvolumen von mehr als 13 Mrd. € die Voraussetzung für die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit. „Die Größe unserer zukünftigen Bank allein macht uns nicht erfolgreicher. Doch sie kann helfen, unsere Kräfte so zu bündeln und Synergien zu nutzen, dass wir in einer komplexer werdenden Gesellschaft gemeinsam erfolgreicher sind“, führt Gerhard Bröcker aus. Und ergänzt „Letztlich trägt die künftige Größenordnung unserer Bank dazu bei, die bereits viel zitierten Herausforderungen – vor allem die der Digitalisierung im Kundengeschäft –  anzugehen und konsequent umzusetzen. Die hohen Investitionen in den Ausbau der Digitalisierung, wie in die Verzahnung der Zugangswege hin zur Omnikanalbank oder neue medial unterstützte Beratungsansätze und permanente Innovationen, sind so besser und schneller zu leisten“. Die Fusionskosten beziffert der Vorstandssprecher bis ins Jahr 2024 in einer Höhe von über vier Millionen Euro. Diesen stehen auf der Habenseite jedoch erwartete Kosteneinsparungen in Höhe von etwa 21 Millionen Euro gegenüber, vor allem durch Kosteneinsparungen beim Personal.

Abschied und Ehrung für Eiling, Münstermann und Pumpe Feierlich verabschiedet wurden die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Bernd Münstermann, Konrad Pumpe und Hermann Eiling. Uwe Fröhlich, designierter Co-Vorstands-vorsitzender der DZ Bank, ließ ihre genossenschaftlichen Biographien lebendig werden und sagte Dank für außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz: „Ihre fachliche und menschliche Kompetenz hat Ihrer Volksbank und damit der gesamten genossenschaftlichen Finanzgruppe gutgetan!“

Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster, Hermann Eiling, war 2010 in das Kontrollgremium gewählt worden und wurde von Fröhlich mit einer Urkunde geehrt. Konrad Pumpe, Geschäftsführer eines Spezialbetriebs für Anlagenbau in Sendenhorst, arbeitete seit 1995 im Aufsichtsrat der Volksbank. Er erhielt die Silberne Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.

Lange Jahre Vorsitzender des ehrenamtlichen Gremiums war Bernd Münstermann. Der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens aus dem Sonderanlagenbau war 1986 in den Aufsichtsrat der Volksbank Albersloh gewählt worden. Ihn zeichnete Fröhlich mit der Ehrennadel in Gold des Genossenschaftsverbandes aus.

Neu in den Aufsichtsrat wählte die Vertreterversammlung Cornelia Hesse, Peter Smania und Thomas Zumnorde. Wiedergewählt wurden Wilfried Averbeck, Claudia Mersmann, Harald Schnitker und Elisabeth Schwering.

„Unsere Zukunft liegt in der bedarfsorientierten Beratung vor Ort“


Auch Uwe Fröhlich, designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, bestätigte den Kurs der Vereinigten Volksbank Münster, die sich mit der VR-Bank Kreis Steinfurt und der Volksbank Greven zusammenschließen will, genossenschaftliche Finanzdienstleistungen in der Region zu sichern und auszubauen: „Unsere Zukunft liegt in der bedarfsorientierten Beratung vor Ort.“
Fröhlich schöpfte aus den Erfahrungen seiner langjährigen Tätigkeit als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), als er der Vertreterversammlung seinen Blick auf die zukünftige Entwicklung der Bankenlandschaft deutlich machte. Der Kenner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe skizzierte dabei präzise das sich dramatisch verändernden Umfeld, in dem sich mittelständische und regionale Banken, vor allem aber die Kreditgenossenschaften zu bewegen haben. Im Zentrum dabei: Digitalisierung, demographischer Wandel und verändertes Kundenverhalten sowie zunehmende Bürokratie und politisch motivierte Niedrigzinsen.

Er warb deshalb umso intensiver für den Mehrwert des Genossenschaftswesens. „Der Erfolg liegt in der tiefen Verankerung und der Trägerschaft der Mitglieder“, sagte Fröhlich: „Wir wollen keine anonyme Direktbank schaffen."

Pressekontakt

Jens Vahlbruch, Vereinigte Volksbank Münster eG