Münster macht den Anfang

Münster, den 22.07.2020

Historisch bedeutender Volksbanken- Zusammenschluss im Münsterland

Vertreterversammlung 2020

Münster, 22.07.2020. In der gestrigen Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank Münster, die unter strenger Einhaltung der Corona-Hygiene- und Abstandsregeln stattfand, wurde eine historische Entscheidung zu Gunsten der Volksbank Münsterland Nord getroffen. Im Messe & Congress Centrum Halle Münsterland herrschte eine gute Stimmung, denn die anwesenden Mitgliedervertreterinnen und -vertreter der Vereinigten Volksbank Münster entschieden mit einem deutlichen Votum (93,7 %) für die Fusion mit der Volksbank Greven und der VR-Bank Kreis Steinfurt.

"Für das uns entgegengebrachte Vertrauen unserer Vertreterinnen und Vertreter danken wir. Durch den Zusammenschluss mit der VR-Bank Kreis Steinfurt und der Volksbank Greven entsteht, entsprechende Ergebnisse vorausgesetzt, eine der führenden regionalen Genossenschaftsbanken in Deutschland (Bilanzsumme 6,6 Mrd. Euro)," Vorstandssprecher, Gerhard Bröcker.

Unser kundengetragenes Geschäftsmodell basiert auf unserer genossenschaftlichen Idee (seit 2016 in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit) verbunden mit dem Förderauftrag und Werten, wie Partnerschaft, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Regionalität. In unserem weitreichenden Geschäftsgebiet (Kreis Steinfurt, Teile des Kreises Warendorf und die kreisfreie Stadt Münster) betreuen wir mit unseren mehr als 1.000 Mitarbeitern ein Kundengeschäftsvolumen von 14,2 Mrd. Euro. So sind wir für unsere etwa 140.000 Mitglieder und 280.000 Kunden: DIE Bank unserer Region." so Bröcker weiter.

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2019

Bröcker erläuterte den Anwesenden den Geschäftsbericht und die Bilanz. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie der weiterhin belastenden Zinslandschaft, haben wir in allen Bereichen ein solides Wachstum gegenüber dem Vorjahr erreicht. Das zeigt sich bei der Steigerung der Bilanzsumme um 204 Millionen Euro auf 2.726 Millionen Euro, dem betreuten Kundengesamtvermögen, das ein Plus von 10,9 Prozent auf 3.474 Millionen Euro aufweist sowie dem Kundengesamtkreditgeschäft. Hier haben wir vor allem unsere Mittelstands- und Immobilienkunden bei der Finanzierung ihrer Vorhaben unterstützen können und sind da um 5,6 Prozent auf 2.756 Millionen gewachsen.“

Vorstandschef Bröcker ging in seiner Berichterstattung auch auf die zu erwartenden Vorteile ein, die der Zusammenschluss zur großen Volksbank Münsterland Nord mit sich bringen wird. „Schon die letzte Fusion der Volksbanken aus Münster und Telgte im Jahr 2014 war rückwirkend betrachtet eine echte Erfolgsgeschichte. Beispielsweise haben wir unsere Bilanzsumme von damals 2.036 Millionen Euro in wenigen Jahren um über ein Drittel (!) auf mittlerweile 2.726 Millionen Euro steigern können. Ähnlich tolle Entwicklungen verzeichnen wir auch beim Kundengesamtvolumen und dem Betriebsergebnis. Das zeigt uns, dass wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Kunden den richtigen Weg gegangen sind und frohen Mutes da weiter machen sollten – trotz oder gerade wegen der großen Herausforderungen in einem schwierigen Marktumfeld für Banken.“

Die aktuelle Zinslandschaft (Negativzinsen) drückt deutlich auf die Ergebnisse, so dass der für das Jahr 2024 anvisierte Fusionsnutzen immerhin 24 % des Ergebnisses vor Risikovorsorge ausmachen dürfte. Für die zu erwartende Kreditrisikoentwicklung, als volkswirtschaftliche Folge der COVID-19 Pandemie, ist das neue Haus mit einem Eigenkapital von 625 Millionen Euro zudem auch sehr gut ausgestattet.

Die Vertreter stimmten den notwendigen Satzungsänderungen und Zuwahlen für den künftigen Aufsichtsrat zu. Sie entlasteten zudem einstimmig Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019 und billigten die Verwendung des Jahresüberschusses. Eine Dividende wird in diesem Jahr nicht ausgeschüttet – die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Europäische Zentralbank erlauben deutschen und europäischen Banken vorerst keine Dividendenzahlungen.

Über das Ergebnis zeigten sich auch die anwesenden Vorstände der Partnerbanken - deren Abstimmungen noch ausstehen - sehr erfreut. "Wir sind sehr froh, dass der erste Schritt getan ist und blicken umso überzeugter und positiv gestimmt auf unsere Vertreterversammlungen in den nächsten zwei Tagen ", so die Vorstände der Volksbank Greven und der VR- Bank Kreis Steinfurt (Dietmar Dertwinkel, Andreas Hartmann sowie Hubert Overesch und Ulrich Weßeler).

Am Mittwoch, 22. Juli 2020 findet in Greven und am Donnerstag, 23. Juli 2020 in Rheine die entsprechenden Versammlungen der Partnerbanken statt. Votieren auch bei diesen Zusammenkünften mindestens drei Viertel der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter für die Verschmelzung der drei Geldhäuser, dann wird der Zusammenschluss – rückwirkend zum 1. Januar 2020 – vollzogen.

Pressekontakt

Sabrina Bieschke - Vereinigte Volksbank Münster eG