Kooperation von
Vereinigte Volksbank Münster eG und VR-Bank Kreis Steinfurt eG

Vorbereitung einer späteren Fusion

Die Vereinigte Volksbank Münster eG mit Sitz in Münster und die VR-Bank Kreis Steinfurt eG mit Sitz in Rheine stellen die Weichen für die Zukunft. Die Aufsichtsräte und Vorstände dieser zwei regional aneinander grenzenden Genossenschaftsbanken haben entschieden, einen Kooperationsvertrag mit Fusionsabsicht abzuschließen.

Das veränderte Kundenverhalten, die anhaltende Niedrigzinsphase und die wachsenden Kosten aufgrund neuer gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben bedeuten eine dauerhafte Belastung für alle Banken. Durch die Kooperation sehen wir als ertragsstarke Genossenschaftsbanken große Vorteile in einer noch effizienteren Kostengestaltung und Flexibilität in der Ausgestaltung zukünftiger Aufgaben und Herausforderungen.

Eine große Aufgabe kommt auf beide Häuser in den Jahren 2018/2019 zu: Durch die Verschmelzung der beiden genossenschaftlichen Rechenzentren Fiducia AG und GAD eG im Jahr 2015 wird in allen Genossenschaftsbanken ein bundesweit einheitliches IT-System eingeführt. Die Installationen, Einführungen und Mitarbeiterschulungen werden bis zu zwölf Monate andauern. Da beide Volksbanken vom IT-Dienstleister im Jahr 2019 umgestellt werden, können wir bei diesem Großprojekt durch Teamarbeit und rationelle Aufgabenverteilung wichtige Synergien nutzen um die gemeinsame Zukunft vorzubereiten.

Die Nachbarinstitute verbindet bereits eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Bezirksebene. Um Synergieeffekte zu erzielen, soll nun diese Zusammenarbeit neben dem Bereich IT sukzessive auch auf andere Themenstellungen, wie z.B. Regulatorik, Digitalisierung und Projekt- und Prozessmanagement erweitert werden. Die Vorstände beider Institute versichern: „Die gelebte Nähe zu den Mitgliedern und Kunden und die ganzheitliche Betreuung hat bei allen Veränderungen für beide Genossenschaftsbanken weiterhin höchste Priorität.“

Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick (per 31. Dezember 2016):

Vereinigte Volksbank Münster eG

Bilanzsumme
2.194 Mio. €
Kundeneinlagen 1.660 Mio. €
Kundenkredite 1.569 Mio. €
Kundenvolumen 5.245 Mio. €
Mitglieder 60.596
Mitarbeiter 488
davon Auszubildende 34

VR-Bank Kreis Steinfurt eG

Bilanzsumme
2.720 Mio. €
Kundeneinlagen 1.931 Mio. €
Kundenkredite 1.921 Mio. €
Kundenvolumen 5.474 Mio. €
Mitglieder 65.416
Mitarbeiter 606
davon Auszubildende 52

Geschäftsgebiete

Vereinigte Volksbank Münster eG

Geschäftsgebiet Vereinigte Volksbank Münster eG

VR-Bank Kreis Steinfurt eG

Geschäftsgebiet VR-Bank Kreis Steinfurt

Fragen & Antworten zur Kooperation

FAQ´s

Was heißt das „Kooperation mit Fusionsabsicht“?

Das bedeutet, dass zwei Partnerbanken, in diesem Fall wir, die Vereinigte Volksbank Münster eG, und die VR-Bank Kreis Steinfurt eG, auf verschiedenen Geschäftsfelder zusammenarbeiten, mit dem Ziel, dass diese Kooperation („Verlobungszeit“) zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Fusion („Heirat“) der beiden Partnerbanken führt. 

Was heißt überhaupt „Migration zu agree21“?

Nach der Fusion unseres IT-Dienstleisters GAD mit der Fiducia werden alle ehemaligen Banken der GAD auf die neue Bankensoftware agree21 umgestellt. Eine Umstellung auf andere Technologien, Daten-Formate, Versionen, grundlegende Soft- oder Hardware wird in der EDV auch als „Migration“ bezeichnet.

Warum erst die Kooperation bis 2019 / 2020 und anschließend die Fusion? Warum nicht sofort fusionieren?
  • Ab Ende 2017 beginnt für uns die „Frozen Zone“, d.h. ab diesem Zeitpunkt ist aufgrund des bevorstehenden Wechsel unserer Bankensoftware keine technische Fusion mehr möglich – der IT Dienstleister hat dazu schlicht und einfach nicht genug Kapazitäten.
  • Durch die gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen dieser Migration der Bankensoftware werden Doppelarbeiten vermieden und einheitliche Organisationsstrukturen erarbeitet.
  • Nach der Migration der Bankensoftware ist ein gemeinsamer Organisationsgrad erreicht, der auch die aufsichtsrechtlichen Ansprüche an eine Fusion erfüllt.
Wie soll denn die neue Bank 2020 heißen und wo hat sie ihren Sitz?

Derzeit planen wir eine Kooperation mit der Absicht zu einem späteren Zeitpunkt zu fusionieren. Die Firmierung, der Sitz und andere Fragen rund um die angestrebte Fusion werden zu gegebener Zeit beschlossen.

Gibt es dann wieder ein neues Filialkonzept?

Nein, beide Banken haben ein Filialkonzept, das sie wie geplant umsetzen. Überschneidungen des Geschäftsgebietes gibt es nicht und damit auch keine überlappenden Standorte.

Was ist mit unseren Kompetenz Centern, die gerade neu organisiert wurden?

Unsere Kompetenz Center, ebenso die der VR-Bank im Kreis Steinfurt, sind notwendig um unseren Mitgliedern und Kunden flächendeckend eine umfassende und kompetente Beratung und Betreuung zu gewährleisten

Die Vereinigte Volksbank Münster hat doch jetzt erst den Verwaltungssitz in Telgte erweitert und die VR-Bank Kreis Steinfurt hat in Rheine auch ein großes Gebäude, was passiert damit?

Die Verwaltungsstandorte in Telgte und Rheine bleiben erhalten. Detailfragen werden im Rahmen der weiteren Gespräche gelöst.

Wird durch die Kooperation und die geplante Fusion weiter Personal abgebaut?

Wir werden die zu erwartenden Synergieeffekte in den Produktions-, Verwaltungs- und Steuerungsbereichen überwiegend durch die demographische Entwicklung steuern können.

Wenn wir sofort fusionieren würden, wie groß wäre dann heute die neue Bank?

Die Bilanzsumme würde bei rund 5 Mrd. € liegen, das Kundenvolumen betrüge rund 10,8 Mrd. €. Die neue Bank hätte 126.000 Mitglieder und 263.000 Kunden die von rund 1.100  Mitarbeitern betreut werden.

Gibt es dann nach der angestrebten Fusion neue Kontonummern, Bankleitzahl usw. für die Kunden?

Für eine Bank wird sich durch die Fusion eine neue Bankleitzahl ergeben. Bei der Größe beider Banken ist davon auszugehen, dass Kunden- und Kontonummern doppelt vergeben sind; in diesem Fall werden im Fusionsprozess neue Kunden- und Kontonummern vergeben. Die Details werden im Rahmen der Projektarbeit zur Fusion geklärt werden.

Wie groß ist das Geschäftsgebiet nach der angestrebten Fusion?

Das Geschäftsgebiet hat dann eine Ausdehnung von rund 85 km in Nord-Südrichtung und rund 50 km in Ost-Westrichtung. Es reicht von Drensteinfurt im Süden bis nach Hopsten im Norden und von Burgsteinfurt im Westen bis nach Lienen im Osten.

Wo hat die Vereinigte Volksbank Münster eigentlich Berührungspunkte mit der VR-Bank Kreis Steinfurt?
  • Rein geographisch betrachtet grenzen die Geschäftsgebiete der Partnerbanken bei Kattenvenne / Lengerich aneinander.
  • Die VR-Bank Kreis Steinfurt ist, wie wir, eine genossenschaftlich ausgerichtete mitgliederstarke Bank mit einem ausgeprägten Kundengeschäft und einer risikoarmen Geschäftspolitik.

Was haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Vorteile und was für Nachteile?
  • Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Migration der Bankensoftware kommt; ob mit oder ohne Kooperation – diese Umstellung muss also immer gestemmt werden und wird beide Banken mit Projektarbeit und Schulungen fordern.
  • Die Kooperation bei der Migration der Bankensoftware entlastet; viele Arbeiten müssen nur einmal geplant, durchdacht und umgesetzt werden.
  • Als Mitarbeiterin, Mitarbeiter einer Bank mit jetzt rund 5 Mrd. € Bilanzsumme und über 10 Mrd. € Kundenvolumen eröffnen sich neue Entwicklungs-perspektiven.
  • Eine Kooperation mit der anschließenden Fusion heißt aber auch immer sich auf neue Kolleginnen und Kollegen und auf neue Rahmenbedingungen einzulassen – das ist einerseits spannend und aufregend, andererseits ist es anstrengend. Veränderungsbereitschaft wird von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefordert sein.
  • Durch die Kooperation und die angestrebte Fusion wird die fusionierte Bank leistungsfähiger und es werden Arbeitsplätze in der Region langfristig gesichert.
Die Vereinigte Volksbank Münster, hat 2014 erst eine Fusion abgeschlossen – und die letzte Fusion der VR-Bank Kreis Steinfurt liegt auch nur ein Jahr länger zurück. Geht das jetzt immer so weiter?
  • Im konkreten Fall ist die Kooperation mit der VR-Bank Kreis Steinfurt und die angestrebte Fusion ein Glücksfall, da beide Banken gut zusammenpassen und sich ergänzen. Diese Gelegenheit müssen beide Partner wahrnehmen um für die Zukunft gerüstet zu sein.
  • Im Allgemeinen ist festzustellen, dass die Rahmenbedingungen für regionale Institute einen ständigen Optimierungsdruck erzeugen. Der Zustand der Kooperation / Fusion ist derzeit bei den Genossenschaftsbanken, aber auch bei den genossenschaftlichen Verbänden und – wie schon geschehen bei den genossenschaftlichen IT-Dienstleistern und Zentralbanken – der Normalzustand.

Seit wann weiß der Vorstand von der Kooperation mit Fusionsabsicht? Warum hat er nichts bei den Vertreterinformationstreffen gesagt?
  • Die Vorstände – aber auch Führungskräfte und Mitarbeiter – beider Banken kennen sich schon seit Jahren aus der vertrauensvollen Zusammenarbeit auf Bezirksebene.
  • Die Aufsichtsräte beider Banken haben am 15.02.2017 bzw. am 20.02.2017 „grünes Licht“ für den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit Fusionsabsicht gegeben. Erst danach, und damit auch nach den Vertreterinformationstreffen, war es möglich die Mitarbeiter und anschließend die Vertreter zu benachrichtigen. Danach erfolgte dann die Information der Öffentlichkeit

Was haben die Mitglieder und Kunden von dieser Kooperation und der angestrebten Fusion?

Aus Erfahrung wissen wir, dass es bei einer Fusion an der einen oder anderen Stelle hakt. Aber, nach einer möglichen Fusion profitieren Mitglieder und Kunden von der höheren Leistungsfähigkeit der neuen Bank. So wird es in der neuen Bank auch möglich sein Dienstleistungen und Produkte unseren Mitgliedern und Kunden anzubieten, die heute beide Banken aufgrund ihrer Größe nicht sinnvoll bereitstellen können.